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Liebe Leserin, lieber Leser!

Stilles Staunen im Kloster – lebensfrohe Leidenschaft für Musik. Wiederlesen eines bewegenden Textes – Innehalten vor einem Kind voller Fantasie. Unsere Dezemberausgabe leuchtet in vielen Nuancen und trägt im Kern vor allem eines: wahre Freude am Leben, an der Kunst, an Sprache, Musik und dem kleinen Moment, der Großes möglich macht. Und sie ist getragen vom Gefühl der Dankbarkeit am nahenden Ende des Jahres, das uns in Kontakt mit so vielen wunderbaren Menschen gebracht hat!
Zu diesen Menschen gehören auch Sie – denn ein Magazin ohne Leserinnen und Leser wäre zwar immer noch ein Magazin, aber ihm würde das Leben fehlen. Und die Aufregung, das leise Zittern in der Redaktion bei Druckfreigabe, ob die Beiträge und Bilder wirklich gut genug sind, um sich auf der Druckwalze zu drehen oder hier online zu gehen, denn schließlich liegen sie bald ja in den Händen oder erscheinen auf dem Bildschirm von Lesenden.
Mir stockt nach all der Zeit immer noch kurz der Atem, wenn ich im Bus oder andernorts jemanden sehe, der «a tempo» in den Händen hält. Hat sich da gerade die Stirn skeptisch gerunzelt? Warum wurde dieser Artikel so schnell überblättert? Oh je, jetzt kommt die Seite, auf der uns ein Fehler zu spät aufgefallen ist …
Und wenn dann ein Lächeln um die Mundwinkel zuckt und das Lesen beginnt, dann erhöht sich mein Herzschlag vor Freude und ich würde am liebsten hingehen und sagen: «Danke fürs Lesen und somit fürs Beleben von sonst nur bedruckten Seiten!» Ob auch Sie lächeln, während Sie die online-Version unseres Magazins lesen, das weiß ich natürlich nicht – hoffe es aber nicht minder!

Ich wünschen allen in der nahenden Adventszeit zum Kerzenschein auch viel inneres Licht
und sende liebe Grüße aus Stuttgart in alle Himmelsrichtungen!

Herzlich,
Maria A. Kafitz

die seiten der zeit:

editorial
Du wirst erwartet
von Jean-Claude Lin

im gespräch
Musik, nicht Perfektion
Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Doris Kleinau-Metzler

augenblicke
Vollendet unvollendet – das Kloster von Batalha
von Maria A. Kafitz

seitenblicke
Sie leuchtete irgendwie
von Brigitte Werner

thema | Die Kunst des Lesens
Wieder lesen, weil so viel Lebenswertes auf dem Spiel steht
von Ruth Ewertowski

kalendarium

die welt wahr nehmen
Sieben Schritte ins Unbekannte
von Wolfgang Held

sprechstunde
Die Brust – und was sie für die eigene Gesundheit bedeutet
von Markus Sommer

am schreibtisch
Tove Jansson – Eine Insel ohne Adresse …
von Birgitta Kicherer

kreativwerkstatt
Zapfen-Sterne selbst machen
von Tanja Berlin

literatur für junge leser
Michelle Houts: «Raureifzauber»
gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier
Ole Wolle Winterwicht
von Daniela Drescher

kulturtipp
Vom Wind liebevoll umarmt | Filmtipp
von Christian Hillengaß

weiterkommen
«Friede auf Erden»
von Diethild Plattner

sudoku (Rätsel) | suchen & finden (Anzeigen)

ausblick / im buchhandel (Auslagestellen)

im gespräch

Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Doris Kleinau-Metzler

Musik, nicht Perfektion

Musik, diese Sprache ohne Worte, bewegt uns auf ganz eigene Weise. Auch wenn die Palette dessen, was anspricht, unterschiedlich ist und von Klassik bis Rockmusik reicht, kennt fast jeder die Faszination von Musik und es zieht viele Menschen zu Live-Auftritten. Die aus Moldawien stammende Geigerin Patricia Kopatchinskaja setzt mit ihrem Spiel auf der Bühne ungewöhnliche Akzente. Das Repertoire der engagierten, temperamentvollen Künstlerin umfasst verschiedene musikalische Stilrichtungen und ist eines nicht: elitäre Kunst für wenige, sondern gelebte Leidenschaft, die viele begeistert.
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thema

Ruth Ewertowski

Wieder lesen

«Das letzte Land», der Roman von Svenja Leiber, eröffnet beim erneuten Lesen immer weitere Schichten einer Freundschaft und ihres «Scheiterns» …
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