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Liebe Leserin, lieber Leser!

Nun ist es bereits Oktober geworden – Herbstlaub unter den Füßen, Wolkenspiele über dem Kopf, Kürbissuppe im Teller und: Messehallen voller Bücher! Denn der zehnte Monat ist ja bekanntlich jener, der in Frankfurt am Main Menschen aus aller Welt zusammenbringt, um das «Herbstfest des Buches» zu feiern.
Wir feiern natürlich mit (übrigens in Halle 3.1 / D 55) und haben mit der Gesprächspartnerin unserer aktuellen Ausgabe gleich mehrfach Gründe dafür. Die aus dem diesjährigen Gastland Frankreich stammende Autorin Jeanne Benameur eröffnet nämlich mit ihrem Roman «Das Gesicht der neuen Tage» die neue literarische Reihe «Oktaven» im Verlag Freies Geistesleben, die neben vielen lesenswerten Büchern in Frankfurt präsentiert werden. Im Interview zitiert sie Albert Camus, der sagte: «Man schreibt, um verstanden zu werden.» Für sich selbst hingegen sagt Benameur: «Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich schreibe, um zu verstehen.»
Ob wir unser Magazin machen, um verstanden zu werden – oder um zu verstehen, kann ich im Moment des Schreibens dieser Zeilen gar nicht wirklich beantworten. Beide Möglichkeiten halten sich beim Hinterfragen des Gedankens die Waage. Dass wir es jeden Monat voll Freude herausgeben, wird aber in jedem Fall vom Wunsch getragen, dass wir gelesen werden wollen! Vielleicht ja sogar ab und an in der Art und Weise, über die Albert Vinzens in unserer Essay-Serie «Die Kunst des Lesens» schreibt …!?
Wie diese spezielle Art und Weise ist? Das müssen – nein: können – Sie in der aktuellen Ausgabe ja selbst lesend herausfinden.

Ich wünsche von Herzen einen schönen Bücherherbst,
Ihre
Maria A. Kafitz

die seiten der zeit:

editorial
Ja!
von Jean-Claude Lin

im gespräch
Schreiben, um zu verstehen
Jeanne Benameur im Gespräch mit Evelies Schmidt

augenblicke
Czernowitz – Begegnungen in einer versunkenen Stadt
von Christian Hillengaß

seitenblicke
Genau so
von Brigitte Werner

thema | Die Kunst des Lesens
Gemeinsam lesen ist mehr
von Albert Vinzens

kalendarium

die welt wahr nehmen
Die Mokassins der anderen
von Wolfgang Held

kindersprechstunde
Freund und Helfer – das Mikrobiom
von Dr. med. Genn Kameda

am schreibtisch
Henrik Berggren
Dag Hammarskjöld und ich

kreativwerkstatt
Holzbilderrahmen selbst bauen
von Tanja Berlin

literatur für junge leser
Sara Kadefors: «Billie. Abfahrt 9:42»
gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier
Tierischer Buchbesuch
von Daniela Drescher

kulturtipp
Celan und Zimzum
von Christian Hillengaß

weiterkommen
Was wir tun können
von Michael Stehle

sudoku (Rätsel) | suchen & finden (Anzeigen)

ausblick / im buchhandel (Auslagestellen)

editorial

JA!

Liebe Leserin, lieber Leser, der Oktober – doch nicht nur er – lädt dazu ein, immer mehr zu lernen als das Nothwendige …
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im gespräch

Jeanne Benameur im Gespräch mit Evelies Schmidt

Schreiben, um zu verstehen

Intensität, Innerlichkeit, Selbsterforschung und Empathie gehören zu den besonderen Qualitäten der Schriftstellerin Jeanne Benameur. Französische Leserinnen und Leser schätzen ihre Romane seit vielen Jahren. Mit ihrem Roman «Das Gesicht der neuen Tage» kann sie jetzt auch in deutscher Sprache entdeckt werden. An einem sonnigen Tag ergab sich in Paris die Gelegenheit, sie kennenzulernen.
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augenblicke

Christian Hillengaß

Czernowitz – Begegnungen mit Paul Celan und Rose Ausländer in einer «versunkenen» Stadt

Die alte Hauptstadt des Habsburger Kronlandes Bukowina war einst Vielvölkerstadt und Zentrum eines blühenden deutsch-jüdischen Geisteslebens. Zahlreiche Dichter, Künstler und Wissen­schaftler hat die Stadt hervorgebracht, unter ihnen die Lyriker Paul Celan und Rose Ausländer. Für die beiden, wie für viele andere, wurde sie zum Schicksalsort. Unterwegs auf ihren Hügeln.
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kolumne

Brigitte Werner

Genau so

Eine Begegnung mit unerwartetem Ausgabe kann den ganzen Tag – besonders wenn er nicht gerade fröhlich war – verändern …
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thema

Albert Vinzens

Gemeinsam lesen ist mehr

«Shared Reading» ist eine literarische Bewegung, die im Kleinen in Großbritannien begann und inzwischen als soziale Bewegung von unten bezeichnet wird. Man braucht nur ein Buch, einen Raum und Zeit für regelmäßige Treffen.
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