cover

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir alle tragen vermutlich einen «Sehnsuchtsort» in uns. Ist man an einem solchen und hat dann auch noch die Freude, einem herzwarmen Menschen zu begegnen, dann sitzt man da und liebt sein Leben – zumindest für diesen Moment.
Ein solches Lebensgefühl durfte ich unlängst in Wien genießen, als ich zum Interview mit Adele Neuhauser im Ceféhaus verabredet war und wir bei Kaffee und Mehlspeise ins Plaudern kamen.
Ihrer Biografie hat sie den auf den ersten Blick etwas verstörenden Titel «Ich war mein größter Feind» gegeben, sich nun aber – das wird in der Begegnung rasch spürbar – nach quälenden Zeiten und schweren Schicksalsschlägen neu mit sich selbst und dadurch mit dem Leben angefreundet.

Was Wien für mich ist, das ist für Marie Steinmann-Tykwer im Lauf der letzten Jahre Nairobi geworden. Nicht des aufregenden Lebens wegen, sondern durch ihre Arbeit für ONE FINE DAY – einen gemeinnützigen Verein, der Kindern aus den Armenvierteln Kreativität, vor allem aber eine Lebensperspektive vermitteln will. Da wir das Glück haben, dass Kirsten Milhahn, die immer mal wieder auch für unser Magazin schreibt, als Afrikakorrespondentin dort lebt, können wir auf diese Initiative und die wunderbaren Menschen aufmerksam machen, die daran glauben – nein: die wissen und wahrnehmen –, dass der Zugang zu Kunst und die Entfaltung von kreativem Potenzial, das Leben reicher machen.
An welchem Sehnsuchtsort der Welt auch immer Sie diese Zeilen lesen oder sich lesend an ihn wünschen –
lassen Sie es sich gut dabei gehen. Und Adele Neuhauser hat natürlich recht, wenn sie, nach ihrem besonderen Ort befragt, antwortet: «Es sind nicht nur die Orte allein, sondern es sind auch bestimmte Energien, die von Menschen ausgehen …»

Herzliche Grüße kommen aus Stuttgart
und energiegeladene Wünsche für einen überaus schönen April!
Ihre

Maria A. Kafitz

PS: Adele Neuhauser hat für uns ein Kapitel aus ihrem Buch gelesen – und Sie können dies nun in unserer Hörstation genießen. Und JA, es ist ein Genuss ihr zuzuhören!

die seiten der zeit:

editorial
Dass wachsen kann
von Jean-Claude Lin

im gespräch
Durchlässig bleiben fürs Leben
Adele Neuhauser im Gespräch mit Maria A. Kafitz

augenblicke
Kreativität bewegt
von Kirsten Milhahn (Text) & Fredrik Lerneryd (Fotos)

mensch & kosmos
Eine Lehrstunde für den Willen
von Wolfgang Held

thema | wendepunkt & roter faden
Mein innerer Leuchtturm
von Brigitte Werner

kalendarium

familie im fokus
Erziehungspartnerschaften
von Monika Kiel-Hinrichsen

kinderprechstunde
Licht – viel mehr als Vitamin D
von Dr. med. Karin Michael

am schreibtisch
Quellen der Heilung – Bewegung
von Clemens Maria Heymkind

redseelig – vom zauber der sprache
Das Zauberwort
von Christa Ludwig

literatur für junge leser
Maja Lunde: «Battle»
gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier
Waschbäralarm
von Daniela Drescher

kulturtipp
Jahreszeiten der Seele
von Ute Hallaschka

weiterkommen
Altern mit Augenzwinkern
von Tove Jansson

sudoku | suchen & finden (Anzeigen)

ausblick / im buchhandel (Auslagestellen)

im gespräch

Adele Neuhauser im Gespräch mit Maria A. Kafitz

Durchlässig bleiben fürs Leben

Das Treffen mit der Schauspielerin Adele Neuhauser findet im Café Maria Treu in Wien statt, und rasch entsteht das, wofür die alte Kaffeehauskultur schon lange berühmt ist: Man sitzt, trinkt Kaffee, plaudert – und die hektische Wirklichkeit weicht in wenigen Minuten zeit­befreiter Gemütlichkeit.
mehr lesen >

augenblicke

von Kirsten Milhahn (Text) & Fredrik Lerneryd (Fotos)

Kreativität bewegt

Mitten in Nairobis größtem Slum betreiben Marie Steinmann-Tykwer und ihr Ehemann Tom Tykwer ONE FINE DAY – einen gemeinnützigen Verein für Künstlerworkshops, der Kindern aus den Armenvierteln Kreativität, vor allem aber eine Lebensperspektive vermitteln will.
mehr lesen >