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Liebe Leserin, lieber Leser,

«Eines wünsche ich mir ganz besonders, nicht zuletzt nach dieser ungewöhnlichen Zeit durch die Pandemie: Ich hoffe, dass viele Menschen merken, wie systemrelevant Musik in ihrem Leben und in unserer Kultur ist.» Nicht nur diesem Satz unseres Interviewpartners Markus Korselt, Intendant des Stuttgarter Kammerorchester, das im September sein 75-jähriges Jubiläum feiert, stimmen wir von Herzen zu.
Ja! Und nochmals ja: Musik und Kunst insgesamt – ob am Instrument oder tanzend, singend, schauspielend oder auch therapeutisch – bereichert unser Leben in vielfältiger Weise und ist weit mehr als ein schönes Luxusgut, auf das wir dauerhaft verzichten können. Bereichert werden vom Können anderer, in andere Welten abtauchen und reicher aus ihnen wieder auftauchen ist überaus relevant fürs «menschliche System».
Dass dieses Glück manchmal selbst auf kleinstem Raum zu finden ist, auch darüber berichten wir in unserer September-Ausgabe in der Reportage – und lenken im Essay von Christiane Kutik zudem den Blick darauf, was mit den Kindern in dieser uns alle heraus- und hier und da auch überfordernden Zeit geschieht.

Hoffend, dass Sie anregende, gar relevante Themen und Beiträge in der aktuellen Ausgabe finden,
grüßen wir aus Stuttgart gar herzlich in alle Himmelsrichtungen,
Ihre
Maria A. Kafitz

Unsere Seiten im September:

editorial

Jean-Claude Lin

Hier wohnt ein jeder frei

im gespräch
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Markus Korselt im Gespräch mit Michael Stehle

Musik braucht das gemeinsame Erlebnis

Vor drei Jahren übernahm der gelernte Cellist und Dirigent Markus Korselt die Intendanz des international gefeierten Stuttgarter Kammerorchesters. Seither hat er dort viel bewegt, eine unvorhersehbare Krise gemeistert und einen prachtvollen Bildband zum anstehenden Jubiläum des Orchesters auf den Weg gebracht. Wir sprachen im Juni mit ihm, als man nach den Corona-Einschränkungen langsam wieder beginnen konnte, öffentlich aufzutreten.
Foto: Wolfgang Schmidt

augenblicke
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Uschi Groß

Das Weisse Rössel vom Ammertal. Kunstvermittlung in Räumen des täglichen Lebens

Was ist Kunst? Wo findet sie statt? Zum Glück nicht nur in den «White Cubes» der großen Museen und glamourösen Galerien. Manchmal haben eine alte Holzhütte und ein ehemaliger Kuhstall auch viel mehr zu bieten, als man denkt, wie eine Reise ins Ammertal zeigt. – und apropos «Weisses Rössel». War das nicht am Wolfgangsee? Stimmt. Aber im kleinen schwäbischen Reusten, idyllisch gelegen am Lauf der Ammer und umgeben von Streuobstwiesen, gibt es seit kurzem das Hotel «Weisses Rössel» – und dort ist im doppelten Wortsinn mehr als ein Zimmer frei … // Foto: Wolfgang Schmidt

verweile doch …
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Brigitte Werner

Woodstock

In ihrer Kolumne beschreibt Brigitte Werner monatlich jene Momente, die das Leben im Kleinen zur großen Überraschung werden lassen – wenn man hinschaut, hinhört und aufmerksam bleibt. Die Autorin zahlreicher Bücher lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und an der Schlei. Lassen Sie sich von ihren Geschichten – in der aktuellen Ausgabe passend zum Beitrag über Jimi Hendrix erinnert sie sich an Woodstock – überraschen und schauen Sie auch mal auf ihrer Homepage vorbei www.brigittewerner.de oder auf der Seite des Verlages. // Foto: StudioLightAndShade / photocase.de

erlesen

Klaus-Jürgen Bremm

70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen

gelesen von Konstantin Sakkas

thema
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Christiane Kutik

Leitsterne

«Eine neue Welt» – das schreibt eine junge Mutter, als auf einmal alles, was bisher selbstverständlich erschien, in Frage ge­stellt ist. Als es plötzlich nötig ist, digital von zu Hause aus zu arbeiten und nebenher Familie, Küche, Kinderbetreuung und Schulunterricht im Online-Modus zu bewältigen. Christiane Kutik – Erzieherin, Trainerin und Coach für Eltern sowie pädagogische Fachkräfte und Autorin zahlreicher Ratgeber – schreibt in ihrem Essay über die «Leitsterne» in der Begegnung mit Kindern, die in der aktuellen Situation, die für alle so viele Ängste und Herausforderungen bedeutet, noch heller strahlen sollten. // Foto: Paulo Sousa / photocase.de

mensch & kosmos

Wolfgang Held

Der hörende Wille

das gedicht

Hölderlin 9 / 12

Der Herbst

kalendarium

Jean-Claude Lin

September 2020

Menschen und Ereignisse des Monats, Stern- und Planeten-Konstellationen sowie Gedanken zu und von den Jubilaren Hegel, Hölderlin und Beethoven.

der himmel auf erden
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Maria A. Kafitz

Zitrone und Himbeere

Merklicher Widerstand regte sich, als ich die Tasten zu berühren begann, um einen Text für den «Himmel auf Erden» zu formulieren – und so entstand eine kleine Geschichte innerer Kämpfe einer Redakteurin mit köstlichem Finale …

Foto: kallejipp / photocase.de

erfinder und visionäre
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Wolfgang Held (Text) und Daniel Seex (Illustration)

Jimi Hendrix. Die Saiten des Ikarus

Er sei ein «Ikarus des Blues» gewesen, weil er diese Musik in höchste Höhen entwickelte und selbst oben verglühte. So beschrieb der Tour-Manager Fritz Rau den Musiker Jimi Hendrix (27. November 1942 – 18. September 1970). Nur 27 Jahre wurde er – und gilt doch als einflussreichster Gitarrist der Rock- und Popgeschichte.

sprechstunde

Markus Sommer

Kunst und Gesundheit

warum ich ohne kafka nicht leben kann
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Elisabeth Weller

Wortleuchten

In diesem Monat widmet Elisabeth Weller sich Lucia Berlins Miniatur «Makadam».

Was die Literaturvermittlerin und Leiterin literarischer Salons sonst noch umtreibt, erfahren Sie unter www.elisabethweller.de

Foto: boerdi / photocase.de

sehenswert

Christian Hillengaß

Fährten zum Mythos

Eine Reise in andere Welten und zur Ausstellung «Anselm Kiefer. Opus Magnum», die noch bis zum 21. Februar 2021 im Franz Marc-Museum (franz-marc-museum.de) in Kochel zu sehen ist.

aufgeschlagen
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Silvia Borando

Schwarzer Kater, Weiße Katze

Liebe kennt keine Unterschiede

«In der bunt, bunter, am buntesten Farbwelt der Kinderbücher ist ein Bilderbuch, das sich auf Schwarz und Weiß reduziert, ungewöhnlich. Aber für dieses hinreißende Katzenbuch von Silvia Borando genial passend … ihr ist ein gekonntes Spiel mit zwei Nicht-Farben gelungen und eine perfekte Symbiose der Formen. Gegensätze, die zusammengehören.» Birgit Franz, Eselsohr, Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien // Hier geht's zum Buch

wundersame zusammenhänge

Albert Vinzens

Frei Verbindungen

Der Autor und Philosoph Albert Vinzens stellt sich und uns Fragen. Im September schaut er vom Gipfel in den Abgrund – erzählt vom Tod seines Freundes und davon, wie wir in Verbindung bleiben mit jenen Menschen, von denen wir Abschied nehmen mussten.

literatur für junge leser

Polly Horvath

Super Reich

gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier

Daniela Drescher

Wenns Füchslein schläft …

kulturtipp

Jean-Claude Lin

Kleine Übung für die Fantasie

weiterkommen

Georg Kühlewind

Das leere Bewusstsein im Alltagsleben

sudoku | preisrätsel

Jean-Claude Lin & Sebastian Hoch

Sudoku Square magic 139 & Bauwerke der Menschheit 9/12

tierisch gut

Renée Herrnkind

Schau in meinen Spiegel, Kleines!

ad hoc
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Jean-Claude Lin

Welch schöner Zufall! Oder: Wie komponiert man ein Sudoku?

Hin und wieder erreicht uns die Frage in der Redaktion, wie man denn ein Sudoku komponiert? Gibt es dafür Computer-Programme? Die gibt es – und dennoch nutz Jean-Claude Lin «nur» ein Blatt Papier, sich selbst sowie eine Idee, die in die Quadrate soll – und dann …