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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir grüßen ganz herzlich in diesen November 2020, in diesen neuen Monat, der für uns alle neue und auch fast schon «vertraute» Herausforderungen, Kraftanstrengungen und vor allem mutige Zuversicht bedeutet.
Für Gabriela Stammer, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ist «mutige Zuversicht» auch ein zentrales Thema. Denn die Zeit vor, während und nach der Geburt ist für viele leider keine Zeit «fröhlicher Erwartung» oder «guter Hoffnung», sondern allzu oft getragen und dominiert von Ängsten und Sorgen. Zusammen mit einem Gremium aus Frauen-, Kinder- und Jugend-Ärztinnen und -Ärzten, Hebammen und Eltern hat sie daher die Arbeitsgemeinschaft «Wir von Anfang an. Schwangerschaft und Geburt als Grundlage der Gesundheit» mitbegründet, die Fachbereiche verbindet und durch diese Verbindung Austausch, Kraft und Zuversicht geben soll.
Von «mutiger Zuversicht» erzählen und berichten auch die anderen Themen unserer aktuellen Ausgabe und laden dazu ein, auch aus der Distanz mit den Menschen und der Welt verbunden zu blieben. Lassen Sie sich hier auf der Seite inspirieren und melden Sie sich, wenn Sie Interesse an einem Abonnement oder einem Einzelheft haben (E-Mail an abo@a-tempo.de). Und vielleicht suchen Sie ja bereits ein Geschenk fürs nahende Weihnachtsfest, das in diesem Jahr auch anders werden wird – wie so vieles, was wir lieben. Wie wäre es, wenn Sie Lesefreude verschenken, und zwar mit einem Geschenk-Abo (endet nach einem Jahr automatisch) unseres Magazins?

Durch den Novembernebel schicken wir gute Gedanken in alle Himmelsrichtungen,
für die a tempo-Redaktion

Maria A. Kafitz

Unsere Seiten im November:

editorial

Jean-Claude Lin

Dass die Zeit sich öffnet

im gespräch
Artikelbild

Gabriela Stammer im Gespräch mit Julia Meyer-Hermann

Gesundheit beginnt lange vor der Geburt

«Schwanger sein heißt, guter Hoffnung sein – und Hoffen heißt, die Möglichkeit des Guten zu erwarten.» So hat es Mitte des 19. Jahrhunderts der dänische Philosoph Sören Kierkegaard formuliert. Im Deutschland des 21. Jahrhunderts würden das wohl die wenigsten so ausdrücken – und das liegt nicht nur an der ungewohnt poetischen Sprache. «Werdende Eltern haben heute unglaublich viel Angst. Die freudige Erwartung ist vollkommen in den Hintergrund getreten», sagt Dr. Gabriela Stammer, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (www.aerztepraxis-klosteramthof.de). Die Gynäkologin ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft Anthro­posophischer Ärzte in Deutschland (www.gaed.de). Zusammen mit einem Gremium aus Frauen-, Kinder- und Jugend-Ärztinnen und -Ärzten, Hebammen und Eltern hat sie die Arbeitsgemeinschaft «Wir von Anfang an. Schwangerschaft und Geburt als Grundlage der Gesundheit» mitbegründet. // Foto: Wolfgang Schmidt

augenblicke
Artikelbild

Elisabeth Weller

Auf den Spuren von Olav H. Hauge in Südnorwegen

Unsere Reportage lädt ein zu einer Lesereise durch die Schönheit Südnorwegen und zugleich durch die sprachliche Schönheit eines großen nordischen Dichters, dessen Gedicht «Das ist der Traum» die Norweger zu ihrem Lieblingsgedicht kürten. // Foto: Elisabeth Weller

verweile doch …

Brigitte Werner

Lichtgeschehnisse

In ihrer Kolumne beschreibt Brigitte Werner monatlich jene Momente, die das Leben im Kleinen zur großen Überraschung werden lassen – wenn man hinschaut, hinhört und aufmerksam bleibt. Die Autorin zahlreicher Bücher lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und an der Schlei. Lassen Sie sich von ihren Geschichten überraschen – in der aktuellen Ausgabe sucht sie im Trüben das Helle – und schauen Sie auch mal auf ihrer Homepage vorbei www.brigittewerner.de oder auf der Seite des Verlages.

erlesen

Kirsty Gunn

Untreuen

gelesen von Anne Overlack

thema

Christa Ludwig

Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt

Zum 100. Geburtstag von Paul Celan

mensch & kosmos

Wolfgang Held

Kosmische Zutaten für Beziehungen

das gedicht

Hölderlin 11 / 12

Freundschafft. (1758)

kalendarium

Jean-Claude Lin

November 2020

Menschen und Ereignisse des Monats, Stern- und Planeten-Konstellationen sowie Gedanken zu und von den Jubilaren Hegel, Hölderlin und Beethoven.

der himmel auf erden
Artikelbild

Yaroslava Black

Acht ausgeliehene Glühbirnen

Manchmal kann das Glück auch leuchten, funkeln, strahlen – und die Helligkeit erfüllt nicht nur den Raum …

Foto: gabipott / photocase.de

erfinder und visionäre
Artikelbild

Wolfgang Held (Text) und Daniel Seex (Illustration)

Ein Brief verändert die Welt: Lise Meitner

Eine 60-jährige Frau lief in Schweden durch die Winterlandschaft und hielt einen Brief in den Händen … Wer hätte gedacht, dass dieser Moment die Welt verändern sollte? Es war die Physikerin Lise Meitner, die von ihrem Freund und Arbeitskollegen Otto Hahn aus Berlin eine Frage, ein Rätsel gestellt bekommen hatte: «Warum verhielt sich der mit Neutronen beschossene Stoff nicht wie erwartet, sondern vielmehr wie Barium, ein leichteres Element?» Ihre Antwort veränderte wahrlich die Welt …

sprechstunde

Markus Sommer

Wenn Bewegungen wirken

Wer kennt es nicht, dass nach ein paar Stunden Arbeit am Computer die Füße eiskalt sind, die Augen brennen, Erschöpfungsgefühl und Muskelschmerzen sich breitmachen? Dann müssen wir aufstehen, uns bewegen. Es gibt eine Bewegungskunst, die den ganzen Menschen engagiert und bei der man erleben kann, dass Heilungskräfte von ihr ausgehen. Im 100. Jahr der Anthroposophischen Medizin kann man die Heileurythmie nicht übersehen. Und von ihr wird in der aktuellen Sprechstunde berichtet.

warum ich ohne kafka nicht leben kann

Elisabeth Weller

Die großartigen Mikrogedichte einer (sch)mächtigen Frau

In diesem Monat widmet Elisabeth Weller sich der amerikanische Dichterin Emily Dickinson.

Was die Literaturvermittlerin und Leiterin literarischer Salons sonst noch umtreibt, erfahren Sie unter www.elisabethweller.de

Foto: boerdi / photocase.de

sehenswert

Konstantin Sakkas

Der Lebemann als Mann fürs Leben

Sofia Coppola beweist mit dem Vater-Tochter-Film «On the Rocks» einmal mehr ihre Klasse.

aufgeschlagen
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Eleanor Ozich

Homemade. Essenzielles für zu Hause und einen inspirierenden Alltag

Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden, freudig und bewusst die ­all­täglichen Dinge des Lebens selbst herstellen und genießen – dazu regt Eleanor Ozich in ihrem mit stil- und stimmungsvollen Fotos ­ausgestatteten Buch Homemade an. Denn ob kochen, putzen oder pflegen – ­warum sollten wir immer nur abgepackte Waren und Fertigprodukte kaufen und verwenden, wenn wir die meisten auch zu Hause ­gesünder, ­frischer, mit weniger Müll und vor allem zusammen mit ­unseren Lieben selbst zubereiten und herstellen können?
Wir zeigen in der aktuellen Ausgabe ihre Anregung, Bienenwachspapier selbst herzustellen.

wundersame zusammenhänge

Albert Vinzens

Im Kreuzfeuer von Satistiken

Der Autor und Philosoph Albert Vinzens stellt sich und uns Fragen. Im November richtet er den Blick auf Zahlen und unseren Umgang damit.

literatur für junge leser

Iain Lawrence

Winterpony

gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier

Daniela Drescher

Jurek und das Rentier

Mehr aus dem bunten Atelier der Künstlerin und Autorin unter: www.danieladrescher.de

kulturtipp

Jean-Claude Lin

Ganz nah bei uns

Ein Brief des Verlegers zum 90. Geburtstag am 12. November 2020 an die große Erzählerin und Künstlerin Tonke Dragt.

weiterkommen

Edward Dusinberre

Miteinander und doch individuell

Der Erste Geiger des Takács-Quartetts Edward Dusinberre beschreibt seine Erfahrungen mit Beethoven Opus 131, denn die Kombination von Miteinander und individuellem Ausdruck, wie die Eingangsphrase von Opus 131 sie verlangt, ist entscheidend für die Herausforderungen und den Erfolg beim Quartettspiel. Aber nicht nur dort.

sudoku | preisrätsel

Jean-Claude Lin & Sebastian Hoch

Sudoku Square magic 141 & Bauwerke der Menschheit 11/12

tierisch gut
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Renée Herrnkind

Wahre Liebe. Bedingungslos!

Bedingungslose Liebe ist kein Fall von rosarot verblendeten Gefühlen, sondern das einzig Wahre – zumindest, wenn sie einem bei und zu Tieren begegnet, findet augenzwinkernd Renée Herrnkind. Franziska Viviane Zobel hat sich wieder eine passende Illustration zur Kolumne einfallen lassen.

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Gelegenheiten & Anzeigen

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ad hoc

Jean-Claude Lin

Ein verschmähtes Werk

Beethovens Diabelli-Variationen gilt es doch zu entdecken … Besser spät als nie.