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«Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.»

Liebe Leserin, lieber Leser!
Ein bewegtes und alles andere als einfaches Jahr liegt hinter uns. Wir wünschen Ihnen einen positiven Blick auf 2022 – denn nur so kann es gelingen, die «tausend Möglichkeiten», die Christian Morgenstern in seinem Aphorismus nennt, zu erkennen und zu gestalten.
Wir haben mit dem Gestalten schon begonnen, denn die Januar-Ausgabe 2022 ist erschienen! Freuen Sie sich gemeinsam mit uns im neuen Magazin-Jahrgang auf unsere Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, auf die Reportagen zu schöpferischen Initiativen und auf die in den Tiefen schürfenden Essays. Mit der «sprechstunde» von Markus Sommer und der «kindersprechstunde» unserer Kinderärzt:innen werden wir auch 2022 die gesundenden und stärkenden Kräfte im Bewusstsein behalten, und in den Kolumnen von Wolfgang Held, Albert Vinzens, Elisabeth Weller, Simone Lambert, Bärbel Kempf-Luley und Renée Herrnkind den Kosmos, die Philosophie des Alltags, die Literatur für Alt und Jung sowie die Landwirtschaft zu Wort kommen lassen. Mit der neuen Serie «hier spielt die musik» von Sebastian Hoch erfüllen wir den langgehegten Wunsch, endlich die Gattungen der Musik nicht nur als Begriff zu kennen, sondern mit Inhalt zu füllen. In der neuen Kolumne «kultur phänomenal» von Karin Kontny lassen wir zudem die Kultur insgesamt hochleben – und verbinden in der Rubrik «blicke groß in die geschichte» die Vergangenheit mit unserer Gegenwart und Zukunft.

Wir wünschen Ihnen mit Christian Morgenstern ein schönes neues Jahr – und uns allen ein Mehr an Möglichkeiten!

Herzlich,
Maria A. Kafitz

Unsere Seiten im Januar:

editorial

Jean-Claude Lin

Wonach suchen wir?

im gespräch
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Katharina Schenk im Gespräch mit Renée Herrnkind

In meine Kraft kommen

Vor fast 30 Jahren sind Beatrice und Matthias Schenk mit ihren Kindern Katharina und Johannes samt ihrem von Kükelhaus inspirierten Wanderzirkus auf dem Freudenberg in Wiesbaden heimisch geworden. Sie haben das heruntergekommene Schloss und den verwunschenen Park wach geküsst. Stationen und Kunstwerke faszinieren Besucherinnen und Besucher und inspirieren das Wahrnehmen über die Sinne. Jetzt hat Tochter Katharina das Zepter übernommen und führt das Projekt mit ihrem Team in die Zukunft. Mit künstlerischer Leichtigkeit geht sie den Generationswechsel an. Augenzwinkernd frech weitet sie die Freiheit, die hier immer ein wesentliches Element war, und vernetzt sich mit einer jungen Kultur-Szene. In Verbundenheit kann sie auf das bewährte Team bauen und zudem neue Verbündete integrieren. // www.schlossfreudenberg.de // Foto: Wolfgang Schmidt

augenblicke
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Julia Meyer-Hermann

Der Stoff, aus dem die Zukunft ist

Die Initiative «Unter einem Dach» unterstützt Geflüchtete dabei, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. In ihrer Nähwerkstatt wurde jetzt eine visionäre Geschäftsidee geboren: Dort werden aus ausrangierten Werbe-Bannern moderne Upcycling-Taschen gefertigt.
Die Initiative unterstützt die Newcomer:innen Hannovers darin, sich Perspektiven für die Zukunft aufzubauen. Sie bietet Sprachförderung, wöchentliche open meetings, die Vermittlung in Aus- und Weiterbildung, in Arbeit und Berufsorientierungspraktika.
Informationen unter: www.unter-einem-dach.org
Mehr zu den Upcycling-Taschen: www.maeshbag.company.site // Foto: Wolfgang Schmidt

kultur phänomenal

Karin Kontny

Was für ein Schauspiel!

In dieser neuen Kolumne denkt Karin Kontny nach. Mit Herz und Hirn. Mit Humor und Wut, Lachen und Weinen. Mal laut und mal leise. Aus der Distanz und mit unerbittlicher Nähe. Aber über was denn eigentlich? Na, über Kultur! Genau: Dieses Phänomen, das nicht erst in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie durch Attribute wie «nicht systemrelevant» oder «elitär» schwer angeschlagen wurde. Auf den Spuren von Kultur im Alltag, von verschiedenen Künsten, Wissenschaften, Religionen und Lebensformen, von Werten und Traditionen im Zusammenleben verschiedener Nationalitäten bricht sie zu einer Entdeckungsreise auf. Mit Fragen im Gepäck, im Gespräch mit Bekannten und Unbekannten. Und vor Augen ein Navigationsgerät, das erkennt: «Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können.»

erlesen

Im Bund der Lebenden

Valérie Zenatti

gelesen von Christa Ludwig

thema

Jean-Claude Lin

Das Gelassenheitsgebet und einige andere Tugenden

mensch & kosmos

Wolfgang Held

Der Ruf von oben

unverblüht
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Elisabeth Weller

Die Christrose

«Im fremden Kirchhof, öd und winterlich, / Zum erstenmal, o Schöne, find ich dich!», schreibt Mörike in seinem Gedicht Auf eine Christblume.
2022 schreibt Elisabeth Weller für unser Magazin über jene Blüten und Blumen, die nicht nur im Garten wachsen …

kalendarium

Januar 2022

Menschen und Ereignisse des Monats, Stern- und Planeten-Konstellationen sowie Gedanken und Gedichte

zwölf stimmungen des ich

Jean-Claude Lin

In der Kraft der Gegenwart

ansichten
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Franziska Viviane Zobel

Der Neubeginn

Ein ganzes Jahr lang können wir uns Monat für Monat freuen und überraschen lassen, was Franziska Viviane Zobel uns in Bild und Kurztext als Anregung schenkt.
Mehr über ihre Arbeiten und Ansichten unter: www.franziskavivianezobel.net

kindersprechstunde

Dr. med. Genn Kameda

Ankommen im Körper – und der Welt

blicke groß in die geschichte

Konstantin Sakkas

Ein Trauma und ein Mythos

Die andere Urkatastrophe (Teil 2): die kleinasiatische Katastrophe der Griechen und die Geburt der modernen Türkei

von der zukunftskraft des unvollendeten

Konstantin Sakkas

Der Berge Grenzen

Fragmente 1

hier spielt die musik
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Sebastian Hoch

Das Konzert

Wann immer wir uns dem kunstvollen Spiel der Musik nähern, dieses begreifen, ja selbst gestalten wollen, begegnen uns Chiffren und Codes. Ob beim intensiven Notenstudium oder der leichten Lektüre von erläuternden Texten. Ob beim Blättern im begleitenden Programmheft oder im Vertrauen auf die eigene Wahrnehmung und Urteilskraft – stets treffen wir auf nur scheinbar klar bestimmte Gattungen und die weite Welt der musikalischen Formenlehre. Nicht immer aber ist deren vermeintlich vertrautes Vokabular dabei selbstverständlich klar. Und manchmal bleibt es einfach so wunderlich und rätselhaft, wie die Schönheit der Musik selbst.
Einigen dieser Vokabeln wird sich der Komponist und Musiklehrer Sebastian Hoch in diesem Jahr besonders nähern – sie gewissermaßen zu decodieren versuchen – und sich auf die Suche nach dem jeweilig Wesentlichen ihres musikalischen Kerns machen. // Foto: hornharry / photocase.de

wundersame zusammenhänge

Albert Vinzens

«Alles ist austragen»

Albert Vinzens (www.vinzens.eu), aufgewachsen in den Graubündner Bergen, ist Schriftsteller und lebt in Kassel. Wer auf scheinbar Unscheinbares im Alltag achtet, kann Erstaunliches entdecken. Dieser und weitere Beiträge handeln von solchen Entdeckungen.

literatur für junge leser
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Sally Gardner

Unsichtbar im hellen Licht

gelesen von Simone Lambert

«Unsichtbar im hellen Licht ist ein ungewöhnliches Märchen und eine spannende Lektüre in einem aufwändig und schön gestalteten Band, einfühlsam übersetzt von Alexandra Ernst. – Ein Buch, das die Freundschaft und die Liebe zur Wahrheit feiert.»

mit kindern leben
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Bärbel Kempf-Luley (Text) und Sanne Dufft (Illustration)

Ein gutes neues Jahr

Auch in diesem Jahr erzählt Bärbel Kempf-Luley zu unserer großen Freude weiter ihre heiteren und nachdenklichen Geschichten aus dem Leben einer Oma und Sanne Dufft begleitet sie optisch mit ihren schönen Illustrationen dabei. Und wir alle zusammen stimmen dem Wunsch aus der Januar-Geschichte zu und rufen: «Alles Gute 2022»!

sudoku | preisrätsel

Einsame Hunde 01/22 & Erste und letzte Sätze der Weltliteratur

den hof machen

Renée Herrnkind

Morgens um 6 Uhr im Melkstand

Die Bäuerin, das unbekannte Wesen? Viele wissen mehr darüber, was mit ihrem Auto in der Werkstatt passiert als über die Erzeugung von Lebensmitteln. Im Ranking der zehn angesehensten Berufe kommen der Landwirt, die Landwirtin, nicht vor. Zur Arbeit auf dem Feld, im Stall oder im Gewächshaus dominieren entweder romantische Bilder von Bullerbü oder Horrorvisionen von körperlicher Anstrengung die Gedanken.
In den kommenden zwölf Monaten geht es daher hier mit der Demeter-Bäuerin Christine Haberlach in den Stall oder auf den Schlepper. Dicke Ordner bei der Öko-Kontrolle werden gewälzt und die Nase in den Komposthaufen gesteckt. So kommt das Arbeitsleben vom bio-dynamischen Hof Haberlach direkt in Ihren Lese-Sessel. Die Diplom-Agrar-Ingenieurin Christine Haberlach bewirtschaftet auf dem Familienbetrieb im Vogelsberg 110 Hektar Acker- und Wiesenfläche, baut Weizen, Roggen, Hafer an, rodet Kartoffeln und kümmert sich um die Milchviehherde. Zeit, ihr «den Hof zu machen» …

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ad hoc

Jean-Claude Lin

Verschlungene Fäden des Lebens