cover

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was vor uns liegt
und was hinter uns liegt
ist nichts im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.

Und wenn wir das,
was in uns liegt
nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.

Diese Zeilen des amerikanischen Schriftstellers Henry David Thoreau (1817 – 1862) erreichten mich vor ein paar Tagen als Dank fürs Improvisieren in einer «Not-Situation», vor allem aber als lieber Gruß der Zuversicht in einer Zeit, die täglich von uns allen neue Kräfte und Ideen fordert.
Diesen Gruß teile ich von Herzen gerne auch mit Ihnen, die Sie diese Zeilen nun hier lesen – hoffend, dass es Ihnen in und trotz allem möglichst wohl ergeht.
Als wir die April-Ausgabe unseres Magazins machten, war vieles noch anders. Zumindest hier. Vieles schien noch ferne Frage, was nun nahe ist, aber noch mehr Fragen aufwirft. Unser aller Leben steht inzwischen still oder rast noch schneller. Wir versuchen Zusammenhalt in der Distanz zu schaffen. Unser gewohntes Sein steht Kopf und doch dürfen wir nicht kopflos handeln. Das gilt nicht nur in diesen von Corona geprägten Tagen, Wochen, Monaten. Dies gilt auch für all die anderen Themen, die unser Leben bewegen und Zukunft ermöglichen sollen. Manches davon finden Sie in den Beiträgen dieser April-Ausgabe. Und zudem finden Sie darin Texte und Bilder, die Ihre Gedanken anregen und beflügeln sollen zu einem Denken auch jenseits der akuten Dringlichkeiten und Nöte.
Wir können keine Wunder mit unseren Texten geschehen lassen, aber sie veranlassen vielleicht hier und da und immer mal wieder kurze Momente der Freude!

Herzlich und mit vielen lieben Grüßen und guten Wünschen in alle Himmelsrichtungen,
Ihre
Maria A. Kafitz

PS: Hier noch ein wichtiger Wunsch aus den Verlagen: Lassen Sie sich, wenn irgendwie möglich, bitte von Ihrer Lieblingsbuchhandlung vor Ort beliefern. Sie tragen so dazu bei, den Herzschlag unserer Branche – die örtlichen Sortimente – auch in Ihrer Stadt am Leben zu erhalten. Alle Bücher (es lebe die Preisbindung!) haben überall in Deutschland den gleichen Preis und sind, wenn nicht auf Lager, binnen kurzer Zeit weiterhin für den Buchhandel zu beziehen. Sollte keine Buchhandlung in Ihrem Umfeld einen Lieferservice o.Ä. anbieten, so sind die Verlage selbstverständlich auch für Sie da.
Das gilt natürlich auch für die Herausgeberverlage unseres Magazins:
www.geistesleben.de und www.urachhaus.de

Unsere Seiten im April:

editorial

Jean-Claude Lin

Zauberspiele des Lebens

im gespräch
Artikelbild

Katrin Böhning-Gaese im Gespräch mit Doris Kleinau-Metzler

Vielfalt ist Leben

Manches aus der Natur stört uns: Fliegen in der Wohnung, Wespen am Kuchen, Stechmücken am Abend, Unkraut im Garten. Es nützt niemandem – meinen wir. Hier ruft
uns die Biologin Katrin Böhning-Gaese, Professorin und Direktorin des Frankfurter Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, ein deutliches «Stopp!» zu. Denn Vielfalt ist die Grundlage allen Lebens. Alles entwickelt sich aus Vielfalt, entwickelt sich seit Millionen von Jahren immer wieder weiter ? wir Menschen sind «Produkt» dessen. So ist Biodiversität die Vielfalt alles Lebendigen, aller Arten, die genetische Vielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme. Was tun angesichts eines dramatischen Verlustes an Vielfalt, des Artenschwunds?

augenblicke
Artikelbild

Jean-Claude Lin

Honfleur – am Hafen der Impressionisten

Es ist ein Wunder der Weltgeschichte, dass die kleine Hafenstadt Honfleur den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat. Am linken Ufer der Seine-Mündung, gegenüber der weit bedeutenderen Hafen- und Industriestadt Le Havre, rund 200 km nordöstlich von Paris und rund 90 km östlich von Bayeux, behielt die um die 8.000 Einwohner zählende Stadt Honfleur im Département Calvados der Normandie ihre verwinkelten Gassen und zahlreichen Fachwerkhäuser, ihr Vieux Bassin (ihr «Altes Hafenbecken») und ihre aus Holz errichtete doppelschiffige Kirche Église Sainte-Catherine. Ein Besuch dieses Ortes und seiner Umgebung ist zugleich ein Spaziergang durch jene Straßen und über jene Hügel, die zur Inspirationsquelle bedeutender Maler wie Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet, Eugène Boudin und Claude Monet wurden.

verweile doch …

Brigitte Werner

Besondere Herren

In ihrer Kolumne beschreibt Brigitte Werner monatlich jene Momente, die das Leben im Kleinen zur großen Überraschung werden lassen – wenn man hinschaut, hinhört und aufmerksam bleibt. Die Autorin zahlreicher Bücher lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und an der Schlei. Nach zehn Jahren Schuldienst ist sie umgestiegen in ein Leben ohne festes Gehalt, ohne Chef und Vorschriften. Sie hat in ihrem Kinder­mitmachtheater gespielt und alle Stücke geschrieben, hat Geschichten gefunden und erfunden, gibt Literaturseminare und schreibt für Kinder und für Erwachsene. Lassen Sie sich von ihren Geschichten überraschen und schauen Sie auch mal auf ihrer Homepage vorbei www.brigittewerner.de oder auf der Seite des Verlages.

erlesen
Artikelbild

Galen Strawson

Was mich umtreibt. Tod, Freiheit, Ich ... Philosophische Essays

Verfügen wir über einen freien Willen? Gehört es zum Wesen des menschlichen Selbst, dass sein Leben wie eine Geschichte erzählt werden kann? Und auf welche Weise sind wir uns dessen gewiss, ein Bewusstsein zu haben? Galen Strawson ist grenzenlos neugierig, ungemein gelehrt und hat keinerlei Scheu vor abwegigen, schwierigen oder provokanten Thesen. Hier geht's zum Buch, das Konstantin Sakkas für uns «erlesen» hat.

thema
Artikelbild

Bregje Hofstede

Burn-Out. Was passiert mit dem Kopf, wenn man den Körper vergisst?

Bregje Hofstede, 1988 in Ede in den Niederlanden geboren, studierte Kunstgeschichte und Romanistik und arbeitet als Journalistin bei «De Correspondent». 2014 erschien ihr erster Roman «De hemel boven Parijs» / «Der Himmel über Paris», der gleich für mehrere Literaturpreise nominiert wurde. Das Leben schien wie ein schöner unendlicher Tanz von Möglichkeiten. Doch dann … Über all das, was ein Burn-out mit ihr machte – und vor allem aber darüber, was sie daraus gemacht hat, erzählt sie im Essay unserer April-Ausgabe und ausführlich in ihrem Buch «Die Wiederentdeckung des Körpers».

mensch & kosmos

Wolfgang Held

Ein Lichtfest am Nachthimmel

das gedicht

Hölderlin 4 / 12

An die Parzen

kalendarium

Jean-Claude Lin

April 2020

Menschen und Ereignisse des Monats, Stern- und Planeten-Konstellationen sowie Gedanken zu und von den Jubilaren Hegel, Hölderlin und Beethoven.

der himmel auf erden

Michael Stehle

Musik atmen

erfinder und visionäre
Artikelbild

Wolfgang Held (Text) & Daniel Seex (Illustration)

Guglielmo Marconi. Als die Sprache den Raum überwand

Als Guglielmo Marconi 1937 starb, da schwiegen für zwei Minuten weltweit alle Radiostationen. Ein letztes Mal war es still im Äther als Ehrenbekundung für den Erfinder der drahtlosen Kommunikation, der am 25. April 1874 geboren wurde.

sprechstunde

Markus Sommer

Warum homöopathische Medikamente wirken können

warum ich ohne kafka nicht leben kann

Elisabeth Weller

Heimlich kühn, wunderlich packend

Die Erzählung «Kalkstein» von Adalbert Stifter

Was die Literaturvermittlerin und Leiterin literarischer Salons sonst noch umtreibt, erfahren Sie unter www.elisabethweller.de

sehenswert
Artikelbild

Dominik Rose

Unter Chauvis

Wir haben vorab den Dokumentarfilm «Die Unbeugsamen» gesehen und waren beeindruckt. Der Film über die prägenden Politikerinnen der Bonner Republik wird (sofern wieder möglich) ab dem 18. Juni im Kino zu sehen sein: www.facebook.com/DieUnbeugsamen.Film/

Der Film ist eine Produktion von Broadview Pictures (Produzent Leopold Hoesch) in Koproduktion mit ZDF/3sat; Majestic Filmverleih GmbH

aufgeschlagen
Artikelbild

Sanne Dufft

Rotes rundes Glück

Sanne Duffts neues Bilderbuch Tinkas Tomaten berührt einige der wichtigsten Themen unserer Zeit: Aufmerksamkeit, Umgang mit der Natur, Urban Gardening, Nachhaltigkeit sowie Empathie und ist zudem ein wunderbares Buch über Großväter und Enkelinnen.

wundersame zusammenhänge
Artikelbild

Albert Vinzens

Das dritte Ufer des Flusses

Wenn Autor und Philosoph Albert Vinzens am Wasser sitzt, an einem Bergbach oder an einem ruhigen See,
tauchen in ihm Erinnerungen an Verstorbene auf. Sie melden sich wie von selbst. Wenn das geschieht, stellt er den Blick auf halbscharf und lauscht den leisen Stimmen über den Wassern.
Begleiten Sie ihn in seinem aktuellen Essay bei seinen Gedanken übers Wasser, das Fließen und die damit verbundenen Menschen aus Litertur und Philosophie …

Foto: aremac/photocase.de

literatur für junge leser

Daniela Drescher

Abenteuer mit Ungeheuer

gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier
Artikelbild

Daniela Drescher

Eine Ostergeschichte

Mit einer kleinen Ostergeschichte rund ums Häschen Archibald schickt Daniela Drescher die allerherzlichsten April-Grüße zu ihren kleinen und großen Leserinnen und Leser.

kulturtipp

Ulrich Meier

Bachs Cellosuiten – mehrdimensional

Ulrich Meier hat sie alle die Cellosuiten von Johann Sebastian Bach spielend erlebt: Mischa Maisky, Nicolas Altstaedt und Alisa Weilerstein (ihre Einspielung erscheint am 3. April bei Pentatone die Doppel-CD Weilerstein) und beschreibt, was anders ist am Gleichen.

weiterkommen
Artikelbild

Diethild Plattner

Zufluchtsorte – Schutzräume

In Kriegen und Diktaturen, auf der Flucht und in Gefangenschaft erfahren Menschen namenlose Einsamkeit. Sie sehen Greuel, die verändern. Tun Dinge, die ihnen fernlägen. Verlieren Familie, Heimat oder Freiheit – oft alles zusammen. Manchmal auch jeden inneren Halt. Und dennoch: Was kann retten? Zuflucht, Schutz, Licht und Wärme bieten? Astrid Seeberger beantwortet diese immer aktuelle Frage in einem bildgewaltigen und poetisch dichten Roman Goodbye, Bukarest.

sudoku | preisrätsel

Jean-Claude Lin & Sebastian Hoch

Sudoku Square magic 133 & Bauwerke der Menschheit 4/12

tierisch gut
Artikelbild

Renée Herrnkind

In Würde altern

Dieses Mal denkt Renée Herrnkind über das Altern nach, denn schließlich arbeitet sie in der Altenpflege. Allerdings hat ihr Klientel Schnauzen, vier Pfoten und lebt eingebettet in ein Mehr­genera­tionenprojekt …

Franziska Viviane Zobel hat sich wieder eine passende Illustration dazu einfallen lassen.

suchen & finden

Gelegenheiten & Anzeigen

Kleinanzeigen können direkt über das Formular auf dieser Seite aufgegeben werden. Alle wichtigen Informationen finden Sie zudem in unseren Mediadaten.

ad hoc

Jean-Claude Lin

Oh wie peinlich! – Oh wie schön!

Eine kleine Geschichte über einen Fehler und eine über ein wunderbares Glück